© Heiko Wildberg

Im Vorfeld des UN-Klimagipfels in New York Ende September 2019 haben sich 500 Wissenschaftler und Fachleute in einem offenen Brief an UN-Generalsekretär Antonio Guterres gewandt.

Die Unterzeichner fordern darin, die Klimawissenschaft zu entpolitisieren, wohingegen die Klimapolitik wissenschaftlicher agieren sollte. In sechs Thesen erklären sie:

  1. Die Erwärmung werde durch natürliche sowie anthropogene Faktoren verursacht. Das geologische Archiv der Erde beweise, dass es schon immer natürliche Kalt- und Warmphasen gab.
  2. Die Erwärmung sei wesentlich langsamer erfolgt als vorhergesagt. Dass sich die Erwärmung nicht einmal halb so schnell wie prognostiziert vollzogen habe, zeige das mangelhafte Verständnis der klimatischen Zusammenhänge.
  3. Die Klimapolitik stütze sich auf unzureichende Modelle. Klimarechenmodelle hätten erhebliche Mängel und eigneten sich nicht im entferntesten als politische Instrumentarien. Außerdem übertrieben und ignorierten diese Modelle den Nutzen einer CO2-Zunahme.
  4. CO2 sei Pflanzennahrung, die Basis allen Lebens auf der Erde. Photosynthese sei ein Segen und Kohlendioxid kein Schadstoff. Im Gegenteil sorge zusätzliches CO2 in der Luft für einen grüneren Planeten in vielfacher Hinsicht.
  5. Die globale Erwärmung habe nicht zu schwereren Naturkatastrophen geführt. Es gebe keine statistischen Beweise für eine Zunahme oder Verschlimmerung von Hurrikanen, Überflutungen, Dürren oder ähnlichen Ereignissen durch die Erderwärmung. Hingegen seien CO2-Gegenmaßnahmen wie Windkraftanlagen und Palmöl-Plantagen gleichermaßen umweltschädlich wie teuer.
  6. Klimapolitik müsse wissenschaftliche sowie ökonomische Realitäten beachten. Es gebe keinen Klimanotstand und deshalb auch keine Veranlassung für Panik und Alarmismus. Die Null-CO2-Politik, die für 2050 anvisiert würde, sei unrealistisch und schädlich. Das Ziel müsse sein, weltweit für jeden jederzeit erschwingliche Energie zur Verfügung stellen zu können.

Unter den 500 Unterzeichnern befinden sich folgende deutschen Fachleute:

  1. Fritz Vahrenholt, Professor (I.R.) am Institut für Technische und Makromolekulare
    Chemie der Universität Hamburg; ECD Ambassador
  2. H.J. Bandelt, Emeritus Professor of Mathematics, University of Hamburg
  3. Dietrich Bannert, Professor Honoris Causa, University of Marburg
  4. Lars Birlenbach, Dr. in Chemistry, University of Siegen
  5. Klaus Döhler, Professor of Pharma sciences, University of Hannover
  6. Friedrich-Karl Ewert, Emeritus Professor Geology, University of Paderborn
  7. Hermann Harde, Emeritus Professor of Experimental Physics and Materials Science,
    Helmut Schmidt-University, Hamburg
  8. Werner Kirstein, Emeritus Professor of Climatology, University of Leipzig
  9. Stefan Kröpelin, Emeritus Professor of Geology, Free University of Berlin and
    University of Cologne, Specialized in Climate Change of the Sahara
  10. Ulrich Kutschera, Professor of Plant Physiology &Evolutionary Biology at the
    University of Kassel, Germany, and Visiting Scientist in Stanford USA
  11. Horst-Joachim Lüdecke, Professor of Operations Research (i.R.) HTW of Saarland,
    Saarbrücken
  12. Lothar W. Meyer, Emeritus Professor of Material Engineering, Chemnitz University
    of Technology, Saxony Entrepreneur ‘Nordmetall GmbH’, Member of the Board of
    ‘Vernunftkraft Niedersachsen’
  13. Carl-Otto Weiss, Emeritus Professor in Non-linear Physics, Advisor to the European
    Institute for Climate and Energy, Former President of the German Meteorological
    Institute, Braunschweig

Eine Übersetzung des offenen Briefes finden Sie unter rantlos.de.

Offenen Brief im Original herunterladen

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